Wacholder

Inhaltsstoffe des Wacholder

Die wertvollen sekundäre Pflanzenstoffe wie Terpene, Tannine, Flavonoide und Bitter- und Gerbstoffe wirken antiseptisch, durchblutungsfördernd, anregend, antirheumatisch, harntreibend, schweißtreibend und entzündungshemmend.

Kein Wunder, dass man die Zweige des Wacholder zu Zeiten der Pest verräucherte, bei solch einer kraftvollen Wirkung.

Die Beeren bestehen zu einem Drittel aus Zucker, zu einem Zehntel aus Harz und ätherischen Ölen.

Anwendung

Die Beeren schmecken süß und harzig und sind ein gesundes Gewürz, da sie Speisen bekömmlicher machen.
Wacholderbeeren Tee wird aus frischen oder getrockneten Früchten bereitet. Bevor man Wacholderbeeren als Gewürz oder Tee anwendet, drückt man die Früchte leicht an.
Er fördert die Verdauung und hilft bei Magenbeschwerden. Bei Sodbrennen empfiehlt man 1 Beere zu kauen. Weiterhin wird der Wachholder zur Entgiftung angewendet, da er harntreibend und blutreinigend wirkt und somit bei Stoffwechselkrankheiten wie Gicht und Rheuma helfen kann.

Gemmotherapie

In der Gemmotherapie werden die jungen, zarten Sprossen verwendet.
Der Wacholder ist das Basisentgiftungsmittel in der Gemmothearpie und hat einen starken Bezug zur Leber und zur Niere. Er wirkt auf alle Funktionen der Leber. Seine entzündungshemmende Wirkung hilft sehr gut bei Blasen- und Nierenentzündungen.

Hagebuttentee

Stärke deine Abwehrkräfte!

 

Wenn du möchtest kannst du die Früchte der Heckenrose selbst sammeln gehen.
Du kannst auch getrocknete Hagebutten im Reformhaus kaufen 😉
Ich empfehle dir die Hagebutten im Mörser anzustoßen und über Nacht im kalten Wasser einzuweichen.
Am nächsten Tag kannst du sie aufkochen und nochmal ein paar Minuten ziehen lassen, danach abseihen und genießen. Die Hagebutten kannst du mehrfach wieder ansetzen. Sie besitzen einen hohen Gehalt an Vitamin C, welches trotz des Erhitzens, aufgrund der wertvollen Begleitstoffe erhalten bleibt.
Lass es dir schmecken!

 

Ringelblume

Ringelblume

Ringelblume

 

Die Ringelblume ist keine Wildpflanze und kommt angebaut in den Gärten vor.
Derzeit finden wir sie vermehrt auf Feldern, auf denen Wiesenblumen ausgesät wurden,
um unsere Insektenvielfalt zu erhalten.
Die Ringelblume wirkt wundheilend, desinfizierend, granulationsfördernd, entzündungshemmend
und stillt Wundschmerzen.
Neuere Forschungen zeigen, dass die Ringelblume krebsfeindliche Stoffe hat.

Man verwendet sie als Tee, Salbe oder Tinktur.
Ringelblumenblüten sind in vielen Teemischungen enthalten, denn sie unterstützen mit ihren guten, lymphfördernden Eigenschaften jede Kräuteranwendung. Sie regt den natürlichen Entgiftungsprozess unseres Körpers an und wird deshalb auch während der Fastenzeit gerne getrunken.
Für eine Tasse Tee übergießt man 2 TL Blüten mit ¼ l kochendem und lässt ihn zugedeckt ca. 7-10 Minuten ziehen.
Die Salben wurden früher mit Schweinefett als Grundlage zubereitet. Heutzutage allerdings, durch die Giftstoffe der Umwelt, dem Futter und der Zugabe von Antibiotika, nicht mehr geeignet. Heute stellt man Ringelblumenöl mit Hilfe von Olivenöl oder Sonnenblumenöl her.
Das Öl dient als Salbengrundlage und wird auf bereits geschlossene Wunden aufgetragen.
Die Tinktur der Ringelblume kann man verdünnt auf offene Wunden geben.

Auf meinen Kräuterwanderungen sammeln wir gemeinsam die Pflanzen die gerade Saison haben.
Wenn du mehr erfahren möchtest, dann melde dichzu einem meiner Kräuterkurse an.

Heidelbeere oder auch Blaubeere

Heidelbeere – Superfood und Heilpflanze

 

Ich erinnere mich noch, wie ich als Kind mit meinen Eltern in die Heidelbeeren gegangen bin und wie ich es geliebt habe nebenbei zu naschen.
Die Heidelbeeren, oder auch Blaubeeren genannt, schmecken nicht nur lecker, sie liefern uns eine Fülle an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.
Ganz besonders erwähnenswert ist ihr Gehalt an Anthocyanen. Anthocyane schützen die Frucht
vor UV-Licht und freien Radikalen. Wenn Menschen oder Tiere Heidelbeeren essen, profitieren auch sie von der Wirkung der Farbstoffe. Studien haben gezeigt, dass Anthocyane zu den stärksten Antioxidantien zählen und z. B. gegen Entzündungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Diabetes, Alzheimer, Parkinson sowie Krebs wirksam sind.

Heidelbeeren kann man getrocknet ungefähr 1 Jahr aufbewahren.
Sie helfen sehr gut bei Durchfallerkrankungen.  Vor allem für Kinder ein wunderbares Heilmittel, da sie auch gerne gegessen werden.

Kulturheidelbeeren haben im Gegensatz zu der wilden Form einen geringeren Gehalt an Inhaltsstoffen.
Es lohnt sich also selbst loszuziehen und zu sammeln. Nebenbei macht es unheimlich viel Spaß die Natur zu genießen! 😉

Johanniskraut

Johanniskraut

 

Zur Zeit der Sommersonnenwende (21.06.) steht das Johanniskraut in seiner vollen Blüte.
Es ist unsere schönste Sonnenpflanze, ganz durchdrungen von der warmen, lichten Kraft der Sonne.
Das Johanniskraut gehört zu den besten antidepressiven Pflanzen.
Der Hauptwirkstoff, das Hypericin, ist ein rotes Pigment, dass fotosensibilisierende Eigenschaften hat. Somit erhöht es die Lichtempfindlichkeit der Haut, macht uns also empfindsamer für das Licht.
Das erklärt, warum es unserer Seele so gut tut und uns innerlich stärkt.

Auf meiner letzten Kräuterwanderung sammelten wir fleißig die Blüten, um das sogenannte Rot Öl herzustellen. Man verwendet es zum Einreiben bei Sonnenbrand, leichten Verbrennungen,
Rücken-, Nerven-, Muskel- und Menstruationsschmerzen und rheumatischen Schmerzen.
Es eignet sich hervorragend für Massagen und löst Verspannungen auf körperlicher und seelischer Ebene.

Bei Einnahme von Johanniskrautpräparaten gilt es direkte Sonneneinstrahlung zu meiden.

Holunder

Holunder

 

Wegen seiner heilenden Vielfalt nannte man ihn das „Apothekerkästchen“ der Bauern.

Benannt ist der Holunder nach der Licht- und Fruchtbarkeitsgöttin Holle oder Holda.
Dieser Baum wurde als Schutzbaum in die Nähe der Gehöfte und Bauernhäuser gepflanzt.
Da wo er wächst und sich ansiedelt wird er gebraucht. Er gilt als Sitz der guten Hausgeister und darf deshalb niemals  umgeschlagen werden!
Man sagt auch, das Weiß der Blüten und das Schwarz der Beerenfrüchte symbolisieren das Yin und Yang, die weibliche und männliche Energie, die dieser Baum vereint.

Die Blütendolden mit ihrem betörenden Duft stehen uns gerade in Fülle zur Verfügung.
Es ist ratsam nie alle Blüten eines Strauches zu sammeln. Zum einen, lassen wir der Pflanze immer ausreichend Blüten stehen, damit sie Samen ausbilden kann und zum anderen, damit wir im Herbst die Beeren ernten können.
Aus den Blüten lässt sich ein wohlschmeckender Tee zubereiten. Dafür verwendet man nur die Blüten ohne dem grün. Es empfiehlt sich einen Vorrat für den kommenden Winter anzulegen, in dem man die Blüten trocknet. Die schweißtreibende und schleimlösende Wirkung des Holunderblütentees unterstützt uns bei Erkältungskrankheiten.
Im Herbst sammelt man die reifen, schwarzen Beeren und verarbeitet sie zu Sirup, Mus oder Saft.
Sie besitzen besonders viel Vitamin C und stärken unsere Immunsystem.
Wichtig ist, das man die Beeren nur gekocht verzehrt!