Überforderung der Seele

Depression, psychosomatische Beschwerden
und chronische Anspannung

Menschen, die unter Depression leiden, berichten oft von einem Nichtfühlen.
Es kann sein, dass Menschen, die eine Depression entwickeln, für längere Zeit unter chronischen oder überwältigenden Stresssituationen leiden oder litten.
Wenn emotionale Regulation nicht ausreichend erlernt wurde, können Gefühle überfordernd wirken und schwer bewusst wahrnehmbar sein.

Aus Sicht der Körperzentrierten Psychotherapie

Die körperzentrierte Psychotherapie betont die untrennbare Verbindung zwischen Körper und Psyche. Sie geht davon aus, dass emotionale Erfahrungen im Geist und im Körper gespeichert werden. Depression wird als ein komplexes Zusammenspiel von seelischen und körperlichen Prozessen verstanden.

Der Körper und Emotionen

Gefühle, wie Traurigkeit, Angst oder Überforderung, können sich im Körper manifestieren. Verspannungen, chronische Müdigkeit oder ein Gefühl der Schwere sind häufige körperliche Begleiterscheinungen einer Depression. Langanhaltender Stress verändert hormonelle Regelkreise, z. B. den Cortisolspiegel, und beeinflusst so auch das emotionale Befinden. Oft verändert sich unbewusst unsere Atmung, die Körperhaltung oder unsere Bewegungsmuster.

Kontakt zum Körper

Unser Körper ist eine Ressource und Schlüssel zur Heilung. Durch die Wahrnehmung und Integration körperlicher Empfindungen können tief liegende emotionale Muster einen Ausdruck finden.

Was kann helfen?

Es braucht die Bereitschaft körperliche Empfindungen bewusst wahrzunehmen und zu benennen. Oft sind es die einfachen Dinge, die helfen.
Es ist ein Anhalten und Still werden. Präsent sein im Moment. Es gibt nichts zu tun.
Etwas in dir atmet und du nimmst deinen Körper wahr. Durch Achtsamkeitsübungen wird eine Verbindung zwischen Körper und Gefühlen hergestellt. Atemtechniken und gezielte Entspannungsübungen unterstützen dabei, Spannungen zu lösen und den Körper zu beruhigen, was zu einer Reduktion von depressiven Symptomen beitragen kann. Körperorientierte Bewegungstherapien, wie Tanzen, Feldenkrais, Yoga, Tai Chi oder Qi Gong, ermöglichen es, Emotionen auszudrücken und festgehaltene emotionale Blockaden zu lösen.

Die Natur wirkt auf mehreren Ebenen regulierend und heilend. Allein nur das Sein im Wald, die Naturgeräusche, die frische Luft und das Grün stimulieren unseren Ruhe Nerv. Das Stresshormon sinkt, der Blutdruck stabilisiert sich und die Herzfrequenz beruhigt sich. In der Natur sind wir present und im Hier und Jetzt. Wir werden achtsamer und lebendiger. Die Natur erinnert uns an Zyklen (Wachstum, Vergehen, Erneuerung) – das hilft, auch eigene Emotionen als etwas Natürliches anzunehmen.

Bei allen Formen der Depression empfehle ich professionelle Hilfe zu holen und sich begleiten zu lassen. Der Heilungsweg ist ein Prozeß. Es braucht Zeit.
Gemeinschaft ist eine sehr starke Ressource. Betroffene ziehen sich oft zurück. Hilfreich ist es zu lernen, wieder mehr in Kontakt zu sein und eine Gesellschaft aufzubauen, die sich unterstützt.
Wenn du jemanden kennst, der unter Depression leidet, unterstütze ihn dabei sich Hilfe zu suchen, da auch dieser Gang für Betroffene oft kaum machbar erscheint.

Depression und depressive Verstimmungen

Depression, depressive Verstimmung und Burn Out

Bei einer Depression oder depressiven Verstimmung kann es, unter anderem, zu einem Gefühl von Sinnlosigkeit, Antriebsminderung, Angst, Schlafstörung, Traurigkeit oder Erschöpfung kommen. Dies kann bis zu Suizidgedanken und Wahnerleben führen.

Ursachen

Ursachen können genetische Dispositionen, körperliche Erkrankungen, ein Mangel an wichtigen Vitaminen oder Mineral- und Spurenelementen, Medikamenteneinnahme, dauerhafte Überforderung, einschneidende Ereignisse sowie traumatische Erfahrungen sein. Dies alles kann zu einem Ungleichgewicht des Neurotransmitter-Stoffwechsels führen.

Erkennen

Oft erkennen wir erst sehr spät, dass wir depressiv sind oder in einer Depression stecken. Aus sich selbst heraus Hilfe zu suchen fällt schwer, denn Antriebslosigkeit und Trauer prägen unsere Stimmung. Und Doch gibt es in jedem von uns einen Anteil, der mit der Lebenskraft verbunden ist. Wir alle können mit diesem Teil in Kontakt gehen, Hilfe holen oder ein Gespräch zu suchen. Du bist nicht alleine.

Therapie

Bei schweren Depressionen ist es notwendig einen Arzt aufzusuchen. Gegebenfalls müssen neben einer Psychotherapie vorrübergehend Medikamente eingenommen werden.

Nutze den Heilraum Natur. Besuche Orte im Wald oder Park, wo du gerne bist und verweile dort. Die Natur hat einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden und kann dir eine Ressource sein.
Mit Hilfe von körperorientierte Psychotherapeuten lernst du deinen Körper zu spüren und mit dir in Kontakt zu kommen.

Präventiv

Für unser Seelenwohl ist in unserer gesellschaftlichen Struktur, die wir uns geschaffen haben, kaum Platz. Wir können uns diesen Raum aber erschaffen. Mit täglichen Entspannungsübungen, Mediationen, Bewegung an der frischen Luft und Kontakt zur Natur können wir aktiv unserem Körper das geben, was er in dieser funktionellen Welt nicht bekommt.
Weiterhin ist es hilfreich, bei immer wiederkehrenden Themen und Konflikten zu beobachten, wie du darauf reagierst und was es mit dir macht. Hilfreiche Fragen können sein:
Wie ist mein Grundgefühl im Leben?
Welche innere Haltung habe ich?
Wann kommt es zu Konflikten?
So lernst du mit dir im Kontakt zu sein. Das wird dir helfen schwierige Situationen besser zu meistern. Hilfe bekommst du bei Therapeuten und Coaches.
Dein Grundgefühl im Leben und deine Gedanken haben einen großen Einfluss auf deinen Stoffwechsel und können ebenfalls die Biochemie in deinem Körper verändern.

Vieleicht kann ich dich auf deinem Weg begleiten. Kontaktiere mich für ein Informationsgespräch.