Darmgesundheit und das

enterische Nervensystem

oder Bauchhirn

Was weißt du darüber, wie dein emotionales Befinden, deine Gedanken oder auch deine traumatischen Erlebnisse deine Darmgesundheit beeinflußen?

Einfluss von Gedanken und Emotionen auf den Darm

Ein bekanntes Phänomen ist die Reaktion des Darms auf Emotionen wie Angst oder Stress. Bei Aufregung oder Angst vor einer Prüfung beispielsweise kann der Darm mit gesteigerter Aktivität reagieren, was sich durch vermehrten Stuhlgang oder Durchfall bemerkbar macht. Diese Reaktionen sind darauf zurückzuführen, dass Stresshormone und das sympathische Nervensystem den Darm beeinflussen.

Stress und das Darmmilieu

Dauerhafter Stress kann das Gleichgewicht der Darmflora (Mikrobiom) stören und zu verschiedenen Magen-Darm-Problemen führen. Ein Ungleichgewicht im Mikrobiom ist mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen verbunden, einschließlich Reizdarmsyndrom, entzündlichen Darmerkrankungen und sogar psychischen Störungen wie Depressionen und Angstzuständen.

Vegetatives Nervensystem und Verdauung

Befindet sich dein vegetatives Nervensystem in einem dauerhaften Alarmmodus, ist es für deinen Körper kaum möglich auf gesunde Weise zu verdauen. Das vegetative Nervensystem, insbesondere der parasympathische Teil reguliert deine Verdauung. Der Parasympathikus, der oft als „Ruhe- und Verdauungsnerv“ bezeichnet wird, wird bei Entspannung aktiviert und fördert die Verdauungsprozesse:

  • Erhöhung der Magensaftproduktion
  • Steigerung der Darmmotilität
  • Förderung der Sekretion von Verdauungsenzymen

    Auch andersherum beeinflußt die Vielfalt des Mikrobioms und die  Ernährung unsere seelische Gesundheit.

    Das Mikrobiom gilt als die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die unseren Darm besiedeln.
    Sie sind an der Verdauung, Immunität und dem Schutz vor krankmachenden Keimen beteiligt.

    Dabei ist die Vielfalt der Bakterienstämme entscheidend.
    In einer Untersuchung bei indigenen Völkern in Südamerika hat man die höchste je gemessene Diversität des Mikrobioms gefunden. Sie ist ungefähr doppelt so hoch als bei Menschen in Industrieländern. Man weiß heute, dass die Vielfalt durch Fehlernährung, Stress, Umwelteinflüsse und Antibiotika-Gabe gestört wird. Eine verminderte Vielfalt macht uns anfällig für Erkrankungen.

    Der Zusammenhang zwischen Gehirn und Darm ist eng und komplex. Unsere Gedanken und Emotionen haben einen direkten Einfluss auf den Darm, und umgekehrt kann der Zustand unseres Darms unsere Stimmung und unser Verhalten beeinflussen. Ein bewusster Umgang mit Stress und eine achtsame Ernährung können dazu beitragen, das Gleichgewicht im Darm zu fördern und somit das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

    Therapie

    psychotherapeutische Begleitung

    In der körperorientierten Psychotherapie wird der Mensch als verkörpert angesehen, das heißt Emotionen, Gefühle, Gedanken, Glaubenssätze und Erlebnisse aus der Vergangenheit speichern sich im Körper ab.  Oft haben Gefühle keinen angemessenen Ausdruck gefunden. Manche Erlebnisse schlummern im Verborgenen und steuern dich unbewußt. Dein Körper kann sich in einem permanenten Alarmmodus befinden, ohne dass es dir bewußt ist. Mit Hilfe des Focusing und mit Techniken der Cranio Sacralen Therapie begleite ich dich für ein nachhaltiges, beschwerdefreies Leben.

    Darm

    Darmaufbau und Ernährung

    Doch nicht nur die Regulierung deines vegetativen Nervensystems ist wichtig. Zum Erhalt eines gesunden Mikrobioms zählt unter anderem auch die langfristige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und ein Abbau von Stressfaktoren im Alltag. Die Einnahme von Pro- und Präbiotika oder Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen das wiederherstellen eines gesunden Darmmillieus. Außerdem gibt es zahlreiche Wildkräuter, die eine gesunde Darmflora unterstützen. Gemeinsam finden wir eine, auf dich zugeschnittene, Ernährung, die durch Wildpflanzen ergänzt werden kann.

    Symptome eines gestörten Mikrobioms im Darm können sein:

    Blähungen, Verstopfung, Durchfall

    Candidose

    Leaky Gut

    Unverträglichkeiten

    Ekzeme

    Müdigkeit und Antriebslosigkeit

    Aufgeblähter Bauch

    depressive Verstimmung

    hormonelle Veränderung

    Kopfschmerzen

    Erkrankungen eines gestörten Mikrobioms im Darm können sein:

    chronisch entzündliche Darmerkrankungen

    Reizdarm

    Allergien

    Autoimmunerkrankungen

    Adipositas

    Hauterkrankungen

    Arthritis

    Depression

    Babys

    Wenn das Baby sich durch den Geburtskanal schiebt, kommt es in Kontakt mit den mütterlichen Milchsäurebakterien. Auch das Stillen dient einem gesunden Mikrobiom.
    Ist es für die Mutter nicht möglich zu Stillen oder ist das Kind per Kaiserschnitt geboren, kann man das Mikrobiom von Säuglingen mit Hilfe der Gabe von milchsäurebildenden Bakterienstämmen unterstützen. Diese verringert die Häufigkeit oder das Auftreten von Drei-Monats-Koliken.

    Kinder

    Im Kleinkind- oder Schulkindalter kann sich eine ungünstige Ernährung und die Gabe von Antibiotika negativ auf das Mikrobiom auswirken. Auch hier gibt es Möglichkeiten, begleitherapeutisch, die unerwünschten Nebenwirkungen einer Antibiotikagabe zu verringern.

    Erwachsene

    Später, im Erwachsenalter, sind es Stress, industriell erzeugte Lebensmittel, Umweltgifte, Alkohol, Zucker und unnötige Antibiotikatherapien. Deshalb ist es so wichtig während oder nach einer Antibiotika-Gabe mit probiotischer oder synbiotischer Therapie, einer Störung des Mikrobioms vorzubeugen.

    Erfahre Mehr über Unverträglichkeiten

    Erfahre Mehr über die Darm-Hirn-Achse

    Was ist gut für unser Mikrobiom?

    Resistente Stärke – abgekühlte Kartoffeln, Reis und Süßkartoffeln

    Fermentierte Produkte – Sauerteigbrot, rohes Sauerkraut, Kimchi

    Ballaststoffe – geschrotete Leinsamen, gekochte Linsen, schonend gegartes Gemüse, Vollkornprodukte

    Generell gilt, gewöhne deinen Körper langsam an Ballaststoffe. Bei den Kohlsorten sind Spitzkohl und Chinakohl am verträglichsten. Hülsenfrüchte vor dem Kochen einweichen und das Wasser tauschen oder im Schnellkochtopf zubreiten. Somit werden Hülsenfrüchte verträglicher. Solltest du Probleme mit der Verdauung haben, ist es wichtig, dass du Ballaststoffe nach und nach in deinem Essensplan mit auf nimmst.

    Zum Erhalt einer gesunden Darmflora zählt unter anderem die langfristige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und ein Abbau von Stressfaktoren. Außerdem gibt es zahlreiche Wildkräuter, die eine gesunde Darmflora unterstützen. Gemeinsam finden wir eine, auf dich zugeschnittene, Ernährung, die durch Wildpflanzen ergänzt werden kann.

    Vielleicht hast du Lust, auf einer meiner Kräuterwanderungen, mehr darüber zu erfahren.

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