Die innere Haltung – offen, im Vertrauen, empfangend

Hast du dich schon einmal gefragt, mit welcher inneren Haltung du durchs Leben gehst und anderen Menschen begegnest? Und ist dir bewusst, wie stark diese Haltung dein Leben und dein Gegenüber beeinflusst?

Vielleicht bist du geprägt von deinen Erfahrungen, erlernten Verhaltensmustern und Gewohnheiten, die sich in deiner inneren Haltung ausdrücken. Wir können alles zu jederzeit verändern, wenn wir das wollen. Dies gibt dir die Möglichkeit bewusst dein Leben zu gestalten, eine Bereicherung für dein Umfeld zu sein und neue Möglichkeiten entstehen lassen.

Innere Ausrichtung

Im Frühling kannst du gut beobachten, wie Pflanzen aus der Erde wachsen. Ein kleiner Keimling durchbricht voller Vertrauen den Boden. Er ist zart und verletzlich und öffnet sich dem Leben, ohne zu wissen, was ihn erwartet. Er streckt sich dem Licht entgegen und nimmt Wasser auf. In seinem Inneren trägt er eine natürliche Ausrichtung, eine Art inneres Wissen, das ihn wachsen lässt.

Ohne zu zögern, folgt der Keimling dem Impuls: zu wachsen, sich zu entfalten, zu blühen und zu reifen.

Was würde passieren, wenn der Keimling sich verschließen oder zurückhalten würde? Oder wenn er zu schnell wachsen wollte? Vielleicht würde er den richtigen Moment verpassen, um ans Licht zu kommen. Vielleicht wären seine Wurzeln nicht stark genug, um ihm Halt zu geben. Es braucht Zeit, passende Bedingungen und eine gute Versorgung mit Nährstoffen.
Auch wir sind auf gute Bedingungen angewiesen, die uns dabei unterstützen dem eigenen Inneren zu folgen.

Wie gut bist du mit dir in Kontakt?

Die Fähigkeit gut mit dir selbst und deinen Bedürfnissen in Kontakt zu sein, ermöglicht es dir innerlich zu wachsen, ein unterstützendes Umfeld zu schaffen und dein Leben bewusst gestalten.

Übung: Offen und präsent sein

Suche dir einen ruhigen Ort in der Natur, an dem du ungestört bist.
Stelle dich vor einen Baum, mehreren Bäumen oder Pflanzen.

Öffne deine Arme weit. Spüre bewusst den Kontakt deiner Füße mit dem Boden – wenn möglich barfuß. Nimm wahr, wie die Erde dich trägt.

Stell dir vor: Du schaust die Bäume und Pflanzen an und gleichzeitig zeigst du dich, sie nehmen auch dich wahr. Du zeigst dich so, wie du gerade bist.

Bleibe einen Moment in dieser Haltung. Nimm dabei deinen Körper wahr und bleibe präsent.
Wie fühlt sich das an?

Diese Übung lädt dich ein, präsent zu sein:

  • präsent für den Moment
  • präsent für dein Gegenüber
  • präsent für das Leben

Und gleichzeitig bei dir selbst zu bleiben.
Dich nicht zu verlieren. Dich nicht zu verschließen.
Sondern innerlich weit und offen zu werden.