Cholesterin
„Dein Cholesterinwert ist zu hoch“
Derzeit begegnen mir häufig Menschen, denen wegen erhöhter Cholesterinwerte Medikamente verschrieben werden sollen. Ihnen wird gesagt, das sei sehr wichtig, da sonst ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall besteht. Das stimmt auch, aber wir sind nicht machtlos. Oft wird dabei Angst aufgebaut und vermittelt, dass auch bei leicht erhöhten Blutwerten nur sogenannte Statine helfen können – Medikamente, die dann ein Leben lang eingenommen werden müssten.
Das „böse“ Cholesterin, vor allem das LDL, wird dabei stark negativ dargestellt.
Aber mal ehrlich: Hast du dich schon einmal gefragt, was Cholesterin eigentlich ist? Und glaubst du wirklich, dass ein so komplexes und ausgeklügeltes System wie der menschliche Körper etwas produziert, das ihm selbst schadet?
In der Natur hat alles eine Aufgabe und eine Funktion. Was ist, wenn der Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist und versucht, sich selbst zu regulieren – es aber nicht gelingt, weil er auf Einflüsse reagiert, für die er eigentlich nicht gemacht ist? Was ist, wenn viele sogenannte Zivilisationskrankheiten damit zusammenhängen, dass wir unserem Körper nicht das geben, was er braucht, oder nicht so leben, wie es ihm entspricht? Im Körper gibt es keine „bösen“ Mechanismen.
Ein wichtiger Punkt ist die Selbstverantwortung. Jeder Mensch ist für seinen Körper selbst verantwortlich und verfügt über eigene Selbstheilungskräfte – eine Art „innerer Arzt“. Vieles davon haben wir verlernt, weil wir Entscheidungen oft an andere abgeben.
Cholesterin ist ein Baustoff
Cholesterin ist essenziell, also lebensnotwendig. Es wird hauptsächlich in der Leber gebildet und befindet sich größtenteils gebunden in unseren Körperzellen und nur zu einem niedrigen Prozentsatz im Blut. Es ist wichtig für den Aufbau stabiler Zellmembranen und dient als Ausgangsstoff für Gallensäuren und Steroidhormone, zum Beispiel Geschlechtshormone, Cortisol und Aldosteron. Außerdem spielt es eine Rolle im Vitamin-D-Stoffwechsel und für die Funktion der Nerven.
Hilft eine Cholesterinarme Ernährung?
Heute zeigen viele Studien, dass eine cholesterinarme Ernährung oft nur einen geringen Einfluss hat. Häufig wird empfohlen, weniger Eier zu essen. Gleichzeitig reguliert der Körper seine Cholesterinproduktion selbst über verschiedene Mechanismen. Zudem wurde beobachtet, dass Eier den Anteil des HDL-Cholesterins („gutes Cholesterin“) erhöhen können. Der menschliche Körper ist sehr komplex und lässt sich nicht auf einfache Aussagen reduzieren.
Warum kann der Cholesterinspiegel steigen?
Entscheidend sind Faktoren wie Entzündungen, Blutzuckerregulation, Bewegung, Stress und Schlaf. Dauerhaft hoher Konsum von Zucker und Fruktose, das metabolische Syndrom und oxidativer Stress – zum Beispiel durch stark verarbeitete Lebensmittel können den Cholesterinwert steigen lassen.
Artgerecht leben
Bei vielen sogenannten Zivilisationskrankheiten kannst du dir anschauen, was du in deinem Alltag verändern kannst, um wieder natürlicher zu leben.
Der Mensch braucht regelmäßige Bewegung im Alltag, möglichst unverarbeitete und saisonale Lebensmittel, sowie bewusste Pausen zur Entspannung – am besten in der Natur. Genauso wichtig sind soziale Kontakte und eine Gemeinschaft, in der man sich wohlfühlt und dazugehört.
Fazit
Ein dauerhaft hoher Cholesterinspiegel kann den Blutgefäßen schaden. Trotzdem ist es in vielen Fällen nicht nötig, ein Leben lang Statine einzunehmen, da diese auch Nebenwirkungen haben können. Informiere dich gut und versuche, dein Leben Schritt für Schritt selbst in die Hand zu nehmen und positive Veränderungen umzusetzen.
Die Darmgesundheit und ein sich gut regulierendes vegetatives Nervensystem bilden das Fundament für Gesundheit. Gerne berate und begleite ich dich auf deinem Weg.