Frühlingsfest Ostara

Sonnenfest – Ostara

Das erste Sonnenfest des Jahres wird zwischen dem 21.3. und 23.3. gefeiert, wenn der Tag und die Nacht gleich lang sind.

Es ist die Zeit in der die Natur erwacht und das Leben sich Bahn nach Außen bricht. Bei den traditionellen Festen dieser Zeit wurden die freurigen, männlichen und phallischen Kräfte in der Natur begrüßt.
Aus der kahlen Erde und den grauen Baum- und Strauchgerüsten trauen sich wieder zarte Triebe voller neuer Lebenskraft heraus.

Unsere Vorfahren widmeten dieses Fest der Göttin Ostara. Die Göttin der Fruchtbarkeit, des Ackerbaus und des Frühlings. Sie symbolisiert neues Wachstum und Wiedergeburt. Die christliche Kirche hat zum Zeitpunkt dieses Festes, das eben ursprünglich das Erwachen der Natur ehrte, das Osterfest gelegt, bei dem es um das Mysterium des Todes und der Wiederauferstehung von Jesus geht. Das Wort „Ostern“ ist abgeleitet vom Namen der Frühlingsgöttin Ostara, deren symbolische Gaben wie bunte Ostereier, süße Brote und Osterhasen gerne verschenkt werden.
Der Hase und das Ei gelten als Fruchtbarkeitssymbole.

Im Ei, wie im Samenkorn liegt der Keim des neuen Lebens.

Mondfest Imbolc

Bildquelle: liubopitnobg.com

Ursprung

Das erste Mondfest im Jahr wurde von unseren Vorfahren Imbolc gennant und Anfang Februar, während der zunehmenden Mondphase, gefeiert.
Der Ursprung liegt in der Zeit, als die Menschen sesshaft wurden und Ackerbau betrieben. Sie beobachteten die Zyklen des Jahres und entwickelten ein umfassendes, naturverbundenes und naturspirituelles Weltbild.
Der Name „Imbolc“ bedeutet „Anlegen der Schafe zum Säugen“, weil in dieser Zeit die jungen Lämmchen geboren werden.

Göttin Brigid

An diesem Fest wurde die Göttin Brigid geehrt.
Auf diesem Bild sehen wir die drei Seiten der weiblichen Schöpfungskraft.
Die Göttin Brigid erweckt nun das Feuer des Lebens, welches den Winter über unter der Erde geschlafen hat, und sie lässt die Milch der Kühe und Schafe fließen. Unmerklich steigt auch bereits der Saft in die Bäume. Die Sonne strahlt bereits länger und mit mehr Kraft, geht jeden Tag ein bisschen früher auf. Brigid-Energie verdrängt den Winter.
Daher war Brigid ursprünglich auch eine Sonnengöttin. Eine Geschichte erzählt, dass Brigid zu Sonnenaufgang geboren wurde und ein Flammenturm aus der Stirn der neugeborenen Göttin von der Erde bis in den Himmel reichte. Diese Brigid-Energie verdrängt allmählich den Winter. An manchen Tagen ist sogar bereits ein Hauch des Frühlings zu spüren.

Die Brigid-Kraft ebnet uns den Boden für die Aussaat. Sie ist eine Art Urkraft, die uns Licht und Wärme bringt. Alles in allem ist Brigid eine Hoffnungsträgerin, die uns gut durch den Winter bzw. durch harte Zeiten unseres Lebens bringt.

Diese Rückkehr des Lichts, die ersten Zeichen der langsam erwachenden Natur geben uns Hoffnung und Ideen für neue Ziele. Die keimende Saat ruht zu diesem Zeitpunkt noch unter dem Schutz von Brigid in der Erde und wird von der Göttin bis zur Ernte bewacht. Dies ist auch die Zeit, sich mental vom Winter zu verabschieden und sich auszurichten. Zeit des Aufräumens im Äußeren und Inneren, des Reinigens der Wohnräume und des Körpers, eine gute Gelegenheit für Rituale, die mit einem Neubeginn zu tun haben.